Regulatives Atmen

Bei dieser praktischen Körperarbeit geht es darum, seinen Atem überhaupt einmal kennenzulernen, ihn ins Bewusstsein zu holen. Normalerweise verläuft der Atem total unbewusst. Am Anfang gilt es zu lernen, ihm einmal bewusst zuzuhören.

Es geht nicht darum den Atem zu schulen oder gar zu verändern. Er darf so sein und bleiben wie er nun einmal ist. Ein ruhiger Fluss, der durch das innere unserer Seele führt. Die Seele kann im Atem erlebbar gemacht werden.

Der Atem reguliert und ist Teil vieler Körperfunktionen. Er wacht Tag und Nacht über unserem Herz- Kreislaufsystem und vieles mehr. Der Atem geht nicht nur durch die Lungen, er fließt durch den ganzen Körper und ist mit allem verbunden. Der Atem kann auch dort gefühlt werden.

Es gibt Teile und Regionen im Körper, die können vom Atem lange Zeit nicht mehr berührt werden. Es sind Areale festsitzender und gestauter Energien, wo sich über den darunterliegenden Muskeln Bindegewebsschichten gebildet haben, die zu einer Verminderung der O2-Zufuhr führen. Blockierte Energien können eingelagert werden in Form von Bildern. Diese eingefrorenen Bilder können mit Hilfe des Atems und der Zuwendung wieder gelöst werden. Durch die Achtsame Atemführung können innere Impulse und Widerstände besser wahrgenommen werden und in Sprache überführt werden. Hier geht es darum, dem Atem Raum geben, statt zu kämpfen und zurück zu halten.

Eine Betonung des Ausatemstromes lässt den Körper leichter, freier und beweglicher werden und führt in der Regel zu einem“ Aufsteigen“ und zu einem „Lösen“.

Eine Betonung des Einatemstromes lässt den Körper seine schwere deutlicher spüren und das „Binden“ deutlicher wahrnehmen.

Es gibt Leute, die sagen,
bei Achtsamkeit gehe es uns nur um eines - einatmen und ausatmen.
Sie haben recht.

(Thich Nhat Hanh)

Kontakt

Angelica Vaupel, Sexualtherapeutin

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